Die Projektwerkstatt.

PiKol

Feb
27
Geschrieben von Martin Schulten um 10:06 am

Viele Online-Bildergalerien stellen Bilder eher listenartig oder in einem Raster dar – öffentliche wie flickr aber auch selbst betriebene wie gallery3. Mit dem Projekt PiKol soll eine Alternative geschaffen werden, die den Nutzer kreativ werden lassen kann.

Neben einer normalen Galeriedarstellung hat der Nutzer hier die Möglichkeit aus den im System verfügbaren Bildern eine Kollage zu erstellen.

Dabei gibt es mehrere Wege zum Ziel. Die einfache Variante ist der Weg über vordefinierte Templates. Hier kann der Nutzer aus verschiedenen Vorlagen auswählen und Bilder mit Drag ’n Drop in Platzhalter einfügen. Wer das zu langweilig findet, kann die Platzhalter anders positionieren oder skalieren. Alternativ kann der etwas arbeitsintensivere Weg gegangen werden, bei dem der Nutzer mit einer leeren Arbeitsfläche beginnt und die Kollage von Grund auf selbst aufbaut. Um die Arbeit zu vereinfachen kann vorher in einer typischen Bildergalerie eine Merkliste zusammengestellt werden.

Das hoffentlich kreative Ergebnis kann anschließend auf verschiedene Weise genutzt oder exportiert werden. Die einfachste Variante ist hier die öffentliche oder auf einen Nutzerkreis beschränkte Freigabe der Kollagen auf der PiKol-Plattform. Daneben soll eine einfache Einbindung in externe Websites möglich sein, die mit einem kleinen HTML-Schnipsel auskommt. Wer kein voll digitalisiertes Leben führen möchte kann auf eine Druckansicht zurückgreifen und sein Werk einfach in einem beliebigen Format ausdrucken.

Um alle Daten sinnvoll sammeln und verwalten zu können werden auch Meta-Daten erfasst. Diesen können beim Bild-Upload direkt mit angegeben werden. Der Upload ist einerseits für Einzeldateien möglich, bei denen man alle Daten direkt im Web-Interface angeben kann. Andererseits wird auch die Möglichkeit eines Paket-Uploads geboten. Hier kann der Nutzer alle Bilder in einem Zip-Archiv verpacken und gebündelt hochladen. Metadaten können in einer Steuerdatei im CSV-Format direkt dazu gelegt werden.

Es handelt sich hier um eine asynchron arbeitende Server-Client-Anwendung. Das heißt, dass die im Browser dargestellte und ausgeführte Nutzeroberfläche bei vielen Interaktionen des Nutzers im Hintergrund bereits Anfragen an den Server stellt und anhand der Ergebnisse dieser Anfrage die Nutzeroberfläche manipuliert. Auf diese Weise wird verhindert, die Nutzeroberfläche zu oft komplett neu vom Server laden zu müssen.

Zur Zeit steckt dieses Projekt noch in der Designphase bzw. der frühen Implementierungsphase. Entwürfe der Nutzeroberfläche wurden bereits angefertigt und auf dieser Basis wurde ebenfalls eine Softwarearchitektur geplant. Mit der Programmierung eines Anwendungskerns wurde ebenfalls bereits begonnen.